So wird sie berechnet
Die Uptime setzt die Betriebszeit ins Verhältnis zur gesamten beobachteten Zeit eines Zeitraums. Ein Monat hat rund 43 200 Minuten: Eine Störung von 45 Minuten drückt den Monat auf 99,90 %. Wie belastbar der Wert ist, hängt vollständig von der Prüffrequenz ab — wer nur alle 30 Minuten misst, übersieht einen zehnminütigen Ausfall womöglich vollständig und meldet 100 %, obwohl Kunden vor verschlossener Tür standen.
Was die „Neunen“ wirklich bedeuten
99 % klingen hervorragend und entsprechen doch 3 Tagen und 15 Stunden Ausfall pro Jahr. 99,9 % senken das auf 8 Stunden 45 Minuten, 99,99 % auf 52 Minuten. Für einen Onlineshop entspricht die Differenz zwischen 99 % und 99,9 % schnell mehreren tausend Euro entgangener Bestellungen. Ein Hoster, der mit „99 % garantiert“ wirbt, sagt damit vor allem etwas darüber aus, was er nicht garantiert.
Was die Uptime nicht verrät
Eine Website kann HTTP 200 zurückgeben und trotzdem unbrauchbar sein: kaputter Warenkorb, fehlerhafte Zahlung, weiße Seite hinter einem Erfolgsstatus. Wer nur die Erreichbarkeit der Startseite prüft, übersieht genau diese Störungen — und das sind die teuersten, weil sie lange andauern, ohne je einen Alarm auszulösen.
Häufige Fragen
Welche Uptime sollte ein Onlineshop anstreben?
99,9 % sind auf einem sauber dimensionierten Shared Hosting realistisch, also weniger als 9 Stunden Ausfall pro Jahr. Unter 99,5 % gehören Hosting oder Konfiguration auf den Prüfstand.
Reicht ein Prüfintervall von 5 Minuten aus?
Für eine Unternehmenswebsite ja. Für einen Shop mit hohem Traffic begrenzt es die Erkennung auf 5 Minuten Verzug: ein vertretbarer Kompromiss zwischen Reaktionszeit und der Zahl der Fehlalarme.