Was genau gemessen wird
Der TTFB summiert die DNS-Auflösung, den Aufbau der TCP- und TLS-Verbindung und schließlich die Zeit, die der Server für die Erzeugung der Seite braucht. Bei einem CMS dominiert dieser letzte Anteil deutlich: Es ist die Zeit, die PHP und Datenbank benötigen, um die Antwort zusammenzusetzen. Google bewertet einen TTFB unter 800 ms als gut und oberhalb von 1,8 s als problematisch.
Warum er alles Weitere belastet
Ein TTFB von 1,5 s verschiebt den LCP zwangsläufig um 1,5 s: Keine Bild- oder CSS-Optimierung holt diesen Rückstand auf, denn der Browser hat schlicht noch nichts erhalten. Deshalb setzt ein Performance-Audit, das bei den Bildern beginnt, während der TTFB über einer Sekunde liegt, am falschen Ende an.
Häufige Ursachen bei PrestaShop und WordPress
Deaktivierter oder permanent geleerter Cache, nicht indizierte SQL-Abfragen auf einem großen Katalog, ein Modul oder Plugin, das bei jedem Aufruf eine externe API abfragt, eine veraltete PHP-Version, ein zu Stoßzeiten überlastetes Shared Hosting. Bei PrestaShop ist der ständig neu aufgebaute Smarty-Cache ein Klassiker, bei WordPress ein Statistik-Plugin, das bei jedem Besuch in die Datenbank schreibt.
Häufige Fragen
Welcher TTFB ist anzustreben?
Unter 800 ms gemäß den Google-Schwellen. Zwischen 800 ms und 1,8 s ist reichlich Luft nach oben; darüber leidet die Nutzererfahrung spürbar, und auch die Sichtbarkeit in der Suche kann darunter leiden.
Verbessert ein CDN den TTFB?
Bei statischen Dateien deutlich. Bei dynamisch erzeugten Seiten — Warenkorb, Kundenkonto, Checkout — ändert ein CDN nichts: Dort arbeitet weiterhin der Ursprungsserver.