Die häufigsten Formen
Der Skimmer, der im Checkout eingegebene Kartennummern abgreift, ohne äußerlich etwas zu verändern. SEO-Spam, der hunderte versteckter Seiten zu Glücksspiel- oder Fälschungsangeboten einschleust. Die bedingte Weiterleitung, die nur Besucher aus der Google-Suche umleitet — der Administrator selbst bekommt nie etwas zu sehen. Und die Hintertür, die nach der Bereinigung die Rückkehr ermöglicht.
Warum die Erkennung so lange dauert
Gut gemachte Malware zerstört nichts: Sie wird je nach Herkunft des Besuchers, nach Browser oder Uhrzeit aktiv. Der Betreiber sieht seine Website weiterhin normal, während seine Besucher umgeleitet werden. Entdeckt wird das meist von außen — durch einen Kunden, der sich meldet, oder durch Google, das die Domain auf die Blacklist setzt, was bereits Traffic kostet.
Die üblichen Einfallstore
Ein Modul oder Plugin mit ungepatchter CVE, ein schwaches oder mehrfach verwendetes Administrator-Passwort, ein kompromittierter FTP-Zugang, eine veraltete CMS-Version. Bei PrestaShop wie bei WordPress liegt die Lücke sehr selten im Kern: Sie liegt in dem, was rundherum installiert wurde.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass meine Website infiziert ist?
Typische Signale: ein plötzlicher Einbruch des organischen Traffics, eine Warnung in der Google Search Console, Beschwerden umgeleiteter Besucher, Dateien mit unstimmigen Änderungsdaten oder unbekannte Seiten, die unter Ihrer Domain indexiert sind.
Reicht eine Bereinigung aus?
Für sich allein selten. Ohne das Einfallstor zu identifizieren und die hinterlassenen Hintertüren zu schließen, folgt die Neuinfektion meist innerhalb weniger Tage.