Glossar

Blacklist / Google Safe Browsing

Google Safe Browsing erfasst Websites, die als gefährlich eingestuft werden, und warnt Internetnutzer, bevor sie sie aufrufen. Der Traffic einer gelisteten Website bricht binnen weniger Stunden ein: Chrome, Firefox und Safari zeigen an ihrer Stelle alle eine rote Warnseite.

Was der Besucher sieht

Eine rote, seitenfüllende Warnung mit dem Hinweis, die Website könne Daten stehlen oder Schadsoftware installieren. Der Name der Website steht darin. Der Aufruf bleibt möglich, verlangt aber, eine ausdrückliche Warnung zu übergehen — was praktisch niemand tut, und schon gar nicht, bevor er eine Kartennummer eingibt.

Die unmittelbare Wirkung

Der organische Traffic fällt binnen Stunden nahezu auf null. Werbekampagnen werden ausgesetzt. E-Mails von der Domain landen im Spam. Und die Meldung verbreitet sich zu den übrigen Browsern, die sich weitgehend auf dieselbe Datenbasis stützen.

Wieder von der Liste herunterkommen

Zuerst muss die Ursache tatsächlich beseitigt sein — Schadcode und Einfallstor — danach folgt der Antrag auf Überprüfung in der Google Search Console. Er wird in der Regel binnen weniger Tage bearbeitet. Ein Antrag für eine noch infizierte Website wird abgelehnt, und wiederholte Versuche verlängern die Bearbeitung zusätzlich.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, von einer Google-Blacklist herunterzukommen?

Wenige Tage nach einem Überprüfungsantrag für eine wirklich bereinigte Website. Der Engpass ist fast immer die unvollständige Bereinigung, nicht die Bearbeitungszeit.

Kann man ohne Hack auf der Blacklist landen?

Selten, aber möglich: ein kompromittiertes Werbeskript eines Drittanbieters oder ein Shared Hosting, dessen IP gemeldet wurde, können bereits genügen.

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