Warum er den FID ersetzt hat
Der FID erfasste nur die allererste Interaktion, und auch von ihr nur die Wartezeit bis zum Beginn der Verarbeitung. Der INP betrachtet sämtliche Interaktionen eines Besuchs, behält die langsamste und misst bis zur tatsächlichen Darstellung des Ergebnisses. Das kommt dem Empfinden der Nutzer deutlich näher — und ist deutlich strenger.
Die Schwellenwerte
Unter 200 ms gilt eine Seite als reaktionsschnell. Zwischen 200 und 500 ms leidet die Nutzererfahrung. Oberhalb von 500 ms nimmt der Nutzer eine klare Verzögerung zwischen seiner Eingabe und der Reaktion wahr und neigt dazu, ein zweites Mal zu klicken — was das Problem zusätzlich verschärft.
Was ihn in einem Shop verschlechtert
Lange JavaScript-Aufgaben, die den Haupt-Thread blockieren: Tracking-Skripte, Widgets von Drittanbietern, clientseitig neu berechnete Katalogfilter, ein Warenkorb-Button, der mehrere Anfragen nacheinander auslöst. Am stärksten betroffen sind Listenseiten mit Facettenfiltern, denn dort löst jeder Klick auf einen Filter schwere Arbeit aus.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den INP von der Ladezeit?
Die Ladezeit misst das Eintreffen der Seite, der INP ihre Reaktionsfähigkeit im Betrieb. Eine Seite kann schnell erscheinen und trotzdem träge auf Klicks reagieren — und umgekehrt.
Wie lässt sich ein schlechter INP verbessern?
Das zum Zeitpunkt der Interaktion ausgeführte JavaScript reduzieren und in kleinere Aufgaben zerlegen, nicht essenzielle Skripte verzögert laden und die Zahl der Drittanbieter-Widgets auf Listen- und Checkout-Seiten begrenzen.