Glossar

DNS (Domain Name System)

Das DNS (Domain Name System) übersetzt Ihren Domainnamen in eine IP-Adresse. Es ist das erste Glied jedes Aufrufs: Scheitert die Auflösung, ist die Website unerreichbar, selbst wenn der Server einwandfrei läuft.

Die Einträge, auf die es ankommt

A und AAAA verweisen die Domain auf die IP des Servers. CNAME erzeugt Aliase, typischerweise für www. MX steuert die E-Mail — ein Fehler dort betrifft die Website nicht, legt aber den Mailverkehr lahm, Bestellbestätigungen eingeschlossen. TXT trägt SPF, DKIM und DMARC, von denen die Zustellbarkeit abhängt.

Propagation und TTL

Eine DNS-Änderung verbreitet sich nicht sofort: Jeder Eintrag trägt eine TTL, die angibt, wie lange Resolver ihn zwischenspeichern dürfen. Bei einer TTL von 24 Stunden kann eine Korrektur einen ganzen Tag brauchen, bis sie überall angekommen ist. Wer die TTL einige Tage vor einer geplanten Migration senkt, erspart sich Stunden teilweiser Nichterreichbarkeit.

Domain-Hijacking

Ein kompromittiertes Registrar-Konto erlaubt es, die gesamte Domain — Website und E-Mail — auf einen fremden Server umzuleiten. Für den Inhaber bleibt der Angriff unauffällig, solange er die Website noch aus einem gültigen lokalen Cache aufruft; für die Besucher ist er verheerend. Eine Überwachung der Einträge erkennt die Änderung in dem Moment, in dem sie geschieht.

Häufige Fragen

Warum ist meine Website für mich erreichbar und für andere nicht?

Das ist typischerweise ein Problem der Propagation oder des DNS-Caches: Ihr Resolver hält noch die alte Antwort vor, andere haben bereits die neue — oder umgekehrt.

Muss man das DNS überwachen, wenn alles läuft?

Ja: Ein DNS-Ausfall kündigt sich nicht an und macht die Website vollständig unerreichbar. Er ist außerdem das erste sichtbare Anzeichen eines Domain-Hijackings.

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